Die Ausarbeitung einer Studie, wie sich Erkenntnisse der Jugendforschung für praktische Fragen der Ansprache und Erreichbarkeit junger Menschen für einen internationalen Freiwilligendienst nutzen lassen (Ansprache-Studie), war der Ausgangspunkt für eine intensive Auseinandersetzung mit Hürden und Hindernissen, aufgrund derer bestimmte Teilgruppen in solchen Freiwilligendiensten deutlich unterrepräsentiert sind.

Neben Hindernissen in der digitalen Ansprache, die sich im Rahmen einer ziegruppenorientierten Analyse der organisationseigenen Ansprache-Performance leicht identifizieren und durch konkrete Schritte reduzieren lassen, befassen sich Stefan Dietrich und Thomas Maier vor allem mit der Herausarbeitung von grundlegenderen Hürden, die gesellschaftlich tief verankert sind und auf Menschen, die bestimmte Merkmale tragen, diskriminierend wirken. Hierfür bildet die Berücksichtigung des Erfahrungsschatzes von Betroffenen sowie von Expert*innen, die in Pilotprojekten zur Erreichung unterrepräsenierter Zielgruppen arbeiten, eine wichtige Quelle, um zu einem besseren Verständnis und zu praktischen Lösungsansätzen zu gelangen.