Durch Freiwilligendienste (und andere Formen organisierten Austauschs in einem bestimmten Feld!) können Begegnungen ermöglicht werden, die sonst nicht zustande kommen würden und aus denen bedeutende Erfahrungen und Lernprozesse hervorgehen können. Gut vorbereitet, begleitet und regelmäßig reflexioniert lassen sich darüber ein wachsendes gegenseitiges Verständnis sowie eine Steigerung der Kompetenzen der Beteiligten erreichen. Dabei stehen – zumindest am Anfang – weniger aktionistisch ausgeübten Aktivitäten, sondern ein Kennenlernen anderer Lebenswelten (oder Arbeitswelten) im Vordergrund, das zu einem späteren Zeitpunkt das ausüben von – dann besser angepassten – Aktivitäten ermöglicht.

Damit solche Begegnungen gelingen, erfordert es einen angemessenen Rahmen. In erster Linie betrifft dies die Durchführung und Gestaltung von Begleitung in der Vorbereitung, währenddessen und in der Nachbereitung. Von einer guten Performance hängt schlussendlich zu einem wesentlichen Teil ab, ob der Austausch gelingt (sei es nun ein internationaler Freiwilligendienst, ein Austausch zwischen Gemeinden, eine Exkursion, etc.).

Darüber hinaus kann ein entsprechendes Qualitätsmanagement der Freiwilligendienste/ Austausche bzw. deren Begleitung zu einer zusätzlichen Professionalität beitragen. Hier stellt sich jedoch die Herausforderung, dass es nicht nur um die Durchführung und Gestaltung, also die Performance der Begleitung geht, sondern auch darum, diese zu dokumentieren und auch nach außen hin nachvollziehbar darzustellen. Kann dies einerseits den für ein langfristiges Gelingen der Dienste/Austausche wichtigen Reflexionsprozess stärken, bedeutet es andererseits auch einen zusätzlichen Aufwand, den man gut durchdenken sollte. Bei einer geschickten Aufbauarbeit kann dieser jedoch nicht nur minimiert, sondern auch zu künftigen Verbesserungen und Vereinfachungen genutzt werden.